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Black Poker Friday - Der aktuelle Stand

Einige Wochen sind mittlerweile vergangen seit publik wurde, dass gegen bedeutende Online Casino – Betreiber (darunter die Verantwortlichen von FullTilt und PokerStars) Anklage erhoben wurde.

Für alle die es verpasst haben, hier die Geschehnisse nochmal in Kurzform zusammengefasst:
Am Freitag, 15. April hat das FBI die amerikanischen (.com) Domains der Anbieter PokerStars, FullTilt, UltimateBet und Absolute Poker konfisziert und deren „Hintermänner“ festgenommen und angeklagt.
Zur Last gelegt wird den Betreibern konkret das von Ihnen angewandte komplexe System, über welches ein in Amerika geltendes Verbot für Einzahlungen (zum Zwecke von Online Games) umgangen wurde.

Die Domains wurden einige Tage darauf „zurückerstattet“, allerdings können amerikanische Spieler nach wie vor in keinem betroffenen Online Casino dem Echtgeld-Glücksspiel nachgehen.
Viele Spieler (aus den USA) wollten daraufhin panikartig ihr Pokerkonto leeren, wodurch es zu massiven Verzögerungen und Problemen bei der Auszahlung gekommen ist. Mittlerweile ist der größte Berg an Auszahlungs-Anweisungen abgearbeitet, sprich den meisten Spieler wurde ihr Geld über die Zahlungs-Dienstleister Moneybrookers oder Neteller ausbezahlt.

Der Traffic ist seit dem Black Friday stark rückläufig, de facto bei den betroffenen Betreibern zwischen 30 und 65 Prozent gesunken.
Weltweit ist der Traffic gesamt um 22 Prozent zurückgegangen, was einer kleinen Katastrophe gleicht.

Der Vorfall birgt aber auch eine große Chance für eine neue Regulierung des Pokergesetzes durch die US-Regierung, welche sich nun zwangsläufig mit dem Thema auseinandersetzen muss. In Anbetracht des Haushaltsdefizits könnten die Online Games eine willkommene Einnahmequelle darstellen. Andererseits lehnen die Republikaner, welche zurzeit im Kongress mehrheitlich vertreten sind, Online-Poker aus moralischen Gründen ab.

Demnächst stehen die Gerichtsverhandlungen der vier angeklagten Betreiber an. Laut Einschätzungen von Experten und Beobachtern werden die Verhandlungen auf einen Deal hinauslaufen, ein Richterspruch wird nicht von Nöten sein. Ein genauer Zeitpunkt ist aber noch nicht bekannt.
Die Zahlungsdienstleister sind ebenfalls Teil der Verhandlung, auch hier hat es vor kurzem noch Verhaftungen gegeben.